Chrom-6 und das Arbeitsschutzgesetz: Pflichten für Auftraggeber und Auftragnehmer
Arbeiten Sie an der Instandhaltung, Renovierung oder Sanierung von Industrieanlagen, Stahlkonstruktionen oder Infrastrukturen? Dann besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass Sie auf Chrom-6 stoßen. Diese Substanz wurde aufgrund ihrer hervorragenden Korrosionsbeständigkeit häufig in Schutzbeschichtungen verwendet.
Heute wird Chrom-6 als äußerst gefährlicher CMR-Stoff eingestuft. Daher gelten in den Niederlanden strenge Vorschriften gemäß dem Arbeitsrecht und der Arbeitsbedingungenverordnung (Arbobesluit).
Für Organisationen, die in Sektoren wie Öl & Gas, Offshore-Wind, Energieerzeugung, Marine Instandhaltung und der Chemischen Industrie tätig sind, bedeutet dies, dass sowohl Kunden als auch Auftragnehmer klare rechtliche Verpflichtungen haben. Es geht nicht nur um die Ausführung, sondern auch um die Wahl der Methode zur Untergrundvorbereitung, insbesondere bei Arbeiten in ATEX-Zonen oder in Umgebungen, die strenge Gesundheits-, Sicherheits- und Umwelt (HSE)-Kontrolle erfordern.
In der Praxis werden Technologien wie Pinovo zunehmend in Betracht gezogen. Pinovo kombiniert staubfreies Strahlen, Abfallverwertung und geschlossene Behälter, um sicherere Arbeiten in ATEX Zone 1 und ATEX Zone 2 Umgebungen zu ermöglichen, ohne dass eine Genehmigung für heiße Arbeiten erforderlich ist.
Warum Chrom-6 unter das Arbeitsschutzgesetz fälltChrom-6 kann bei folgenden Tätigkeiten freigesetzt werden:
- Sandstrahlen
- Schleifen und Polieren
- Schneiden beschichteter Materialien
- Mechanische Oberflächenvorbereitung
Diese Arbeiten sind typisch für die Instandhaltung von Rohrleitungen, Infrastrukturprojekten, Offshore-Plattformen und petrochemischen Anlagen.
Werden chrom-6-haltige Beschichtungen bearbeitet, können feine Partikel in die Luft gelangen. Diese Partikel stellen erhebliche Gesundheitsrisiken dar, insbesondere in geschlossenen Bereichen, in denen Gasdetektion und Belüftung von entscheidender Bedeutung sind.
Die Exposition kann zu schweren Erkrankungen wie Lungenkrebs und dauerhaften Atemwegsschäden führen. Daher verlangt das Arbeitsschutzgesetz, dass Unternehmen Exposition verhindern oder zumindest an der Quelle minimieren.
Aus diesem Grund findet ein Wandel von traditionellen offenen Verfahren hin zu staubfreien Strahltechnologien wie Pinovo statt, bei denen Emissionen direkt an der Quelle erfasst werden und die Einhausung bereits Teil des Verfahrens ist.
Pflichten der Kunden
Der Kunde spielt bei Chrom-6-Projekten eine zentrale Rolle und ist häufig ein Anlagenbetreiber in Branchen wie Öl & Gas, Petrochemie oder Energieerzeugung.
Der Kunde muss:
- untersuchen, ob Chrom-6 oder bleihaltige Beschichtungen vorhanden sind
- Risiken wie Korrosion, Beschichtungsversagen oder Korrosion unter Isolierung (CUI) bewerten
- sichere Arbeitsmethoden in den Projektspezifikationen festlegen
- die Kompetenz und Zertifizierung von Auftragnehmern überprüfen
Die Vergabe der Arbeiten entbindet nicht von der Verantwortung. Behörden bewerten, ob der gewählte Ansatz dem Risiko angemessen ist – einschließlich der eingesetzten Methode zur Oberflächenvorbereitung.
In komplexen Umgebungen, in denen Stillstandszeiten teuer sind und parallele Arbeitsabläufe erforderlich sind, entscheiden sich Auftraggeber zunehmend für Lösungen wie Pinovo. Das System ermöglicht Instandhaltungsarbeiten ohne Betriebsunterbrechung, verbessert die Effizienz und senkt die Lebenszykluskosten (LCC).
Verantwortung des Auftragnehmers
Der Auftragnehmer ist für die sichere Ausführung der Arbeiten verantwortlich, insbesondere in Hochrisikobereichen wie ATEX-Zone 0, Zone 1 oder Zone 2.
Dazu gehört:
- Arbeiten nach einem definierten Arbeits- oder Sanierungsplan
- Anwendung von Maßnahmen zur Kontrolle an der Quelle sowie eigensicheren Prinzipien
- Verwendung geeigneter PSA und Sicherheitssysteme
- Einhaltung von Normen wie ISO 12944, ISO 8501 und NORSOK M-501
Der Auftragnehmer muss nachweisen können, dass die gewählte Methode dem Risikoprofil entspricht.
Traditionelle offene Verfahren wie Sandstrahlen oder Verfahren zum Vergleich von Wasserhöchstdruckstrahlen und Sandstrahlen führen häufig zu unkontrollierten Staubemissionen – insbesondere bei Mikroplastik oder kontaminierten Beschichtungen.
Aus diesem Grund werden geschlossene Systeme wie Pinovo zunehmend eingesetzt, insbesondere für:
- lokale Reparaturen (Hot Spot Repairs)
- Strahlarbeiten mit Seilzugangstechnik
- Arbeiten in sensiblen Umgebungen
Diese Systeme ermöglichen die Einstufung der Arbeiten als Kaltarbeit und vermeiden dadurch die Notwendigkeit einer Heißarbeitsgenehmigung, während gleichzeitig das Betriebsrisiko reduziert wird.
Pinovo-zertifiziert werden
Arbeiten Sie bereits mit Pinovo oder planen Sie, das System künftig einzusetzen? Dann bietet Ihnen die Pinovo-Zertifizierung die Möglichkeit, Ihr Unternehmen gegenüber Kunden hervorzuheben.
Als Pinovo-zertifiziertes Unternehmen:
- erhalten Sie das Pinovo Approved Logo zur Verwendung auf Ihrer Website und in Ihrer Kommunikation
- positionieren Sie sich als zertifizierter Spezialist
- steigern Sie Ihre Glaubwürdigkeit und erweitern Ihre Geschäftsmöglichkeiten
- werden Sie in die offizielle Übersicht der Pinovo-zertifizierten Partner aufgenommen

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Kontrolle an der Quelle als Grundprinzip
Das Arbeitsschutzgesetz folgt der sogenannten Arbeitshygienestrategie, bei der folgende Reihenfolge gilt:
- Kontrolle an der Quelle
- Kollektive Schutzmaßnahmen
- Persönliche Schutzausrüstung
Dadurch werden Technologien wie Pinovo besonders relevant. Durch die Kombination aus staubfreiem Strahlen, Wiederverwendung des Strahlmittels und geschlossener Einhausung verhindert Pinovo Emissionen direkt an der Quelle.
Dies ist besonders wichtig bei:
- Lochkorrosion
- Spaltkorrosion
- Galvanischer Korrosion
- Erosion und Flugrost
Was passiert, wenn Vorschriften nicht eingehalten werden?
Die Nichteinhaltung von Vorschriften kann zu folgenden Konsequenzen führen:
- Arbeitsunterbrechungen und erhöhte Stillstandszeiten
- Bußgeldern
- Haftungsansprüchen
- Reputationsschäden
Darüber hinaus führt eine unzureichende Kontrolle häufig zu unerwartetem Beschichtungsversagen, Nacharbeiten und höheren Lebenszykluskosten.
Zusammenarbeit entlang der gesamten Lieferkette
Chrom-6-Projekte erfordern eine enge Abstimmung zwischen:
Kunde
- Risikobewertung
- Methodenauswahl
Auftragnehmer
- Sichere Ausführung
- Emissionskontrolle
Management
- Governance
- Compliance
Behörden bewerten das Gesamtbild: Untersuchung, Ausführung und gewählte Methode.
In komplexen industriellen Umgebungen unterstützt Pinovo diesen Prozess durch kontrollierte, regelkonforme und effiziente Oberflächenbehandlung – selbst in anspruchsvollen Branchen wie Offshore-Wind, Pipeline-Infrastruktur und petrochemischen Anlagen.
Fazit
Arbeiten mit Chrom-6 sind nicht nur eine technische Herausforderung, sondern vor allem eine Frage von Kontrolle und Compliance.
Unternehmen müssen nachweisen können, dass Risiken minimiert und nicht lediglich akzeptiert werden. Dies erfordert einen Wandel hin zu Technologien, die Einhausung, Sicherheit und Effizienz direkt in den Prozess integrieren.
Deshalb werden Lösungen wie Pinovo zunehmend eingesetzt – nicht nur zur Verbesserung der Sicherheit, sondern auch zur Ermöglichung planbarer, regelkonformer und effizienter Instandhaltungsarbeiten in modernen industriellen Umgebungen.